Band 
Dritter Theil.
Seite
340
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z 4 <> Licht.

sey ein zusammenhängendes durchsichtiges Mittel,das durch die Farben andrer Dinge in Bewegunggesetzt werde und dann den suhlenden Sinn bewe-ge. Das Licht sey also das Mittel für das Auge,wie es die Luft für den Schall ist u).

Descartes lehrte, daß der ganze Weltraummit vollkommen harten Kügelchcn angefüllt wäre,die in geradlinigtcn Reihen hinter einander ständenund durch die sich immer bewegenden Theile derleuchtenden Körper angestoßen würden, welcher Stoßsich durch alle Reihen dieser Küchelchen in einemAugenblicke fortpflanze, und dieses sey die Fortpflan-zung des Lichts. Um Zweifeln und Schwierigkei-ten auszuweichen, nehmen seine Anhänger stall derharten Kügelchen, ein elastisches Fluidum, Male-branche aber kleine flüssige Wirbel an d).

Huygens bildete den Gedanken des Aristotelesbesser aus und lehrte um i6yo, daß das Licht so,wie der Schall aus wellenförmig fortgeflanzten Wir-beln oder Schwingungen eines elastischen Mittelsbestehe, und nach Linien fortgehe, welche auf denReihen der einzeln nebeneinander liegenden Wirbeloder ihrer Mittelpunkte senkrecht stehen c>.

Newton erfand das Emanationssystem, nachwelchem er die Lichtstrahlen für die Wege materiel-ler aus den leuchtenden Körpern ausgeflossener Thci-chen hielt, die von andern Körpern angezogen wür-den. Diesem System widersetzte sich Euler, derum 1746, wie Aristoteles und Huygens, eine Aehn-lichkeil zwischen dem Lichte Und dem Schalle be-hauptete. Er nahm eine höchstfeine. flüssige und