Licht
klastische Materie durch den ganzen Weltraum an,die er mit Huygens Aelher nennt, der durchdas Zittern der leuchtenden Körper eben so bewegtwürde, wie die Luft durch die Schwingung derschallenden Körper; hierdurch entstehen Schlage, diesich wie Wellen im Wasser nach allen Seilen ver-breiten. Nach seiner Meinung machen mehrere sol-che mit einer gewissen Geschwindigkeit auf einanderfolgende Schlage und ihre Suocession in eben den-selben geraden Linien einen Lichtstrahl aus.
Die Lichtstrahlen fallen aber von den Gestir-nen nicht in geraden Linien, sondern gebrochen undin krummen Linien auf uns herab, weil sie ausdem seiner» Aekhcr in ci» dichteres Mittel, nähm-lich in die Atmosphäre der Erde übergehen, welcheAbweichung von der geraden Richtung die astrono-mische Refraction oder die astronomische Strahlen-brechung genannt wird. Einige halten dafür, daßsie Claudius Plolemaus schon gekannt, der >ZLJahr nach C. G, lebte cl>; andere sind aber derMeynung, daß Ptolcmäus nur von einem Gcsichts-betruge, nach welchem man Winkel am Horizontfür grösser halt, als in der Höhe, nicht aber vvrrder Strahlenbrechung geredet habe e). Alhazen ge-denkt ihrer deutlich , und gegen das Ende desiLten Jahrhundertes bediente sich ihrer BernhardWalther in Nürnberg (f iLc>4) schon in der Astro-nomie. Möstlin und Tycho de Brahe untersuchtensie ebenfalls genauer Z).
Die Jnflez-ion oder Diffraktion vdep Beugungdes Lichts, nach welcher ein Lichtstrahl von seinem