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geradlinigten Wege etwas abweicht, wenn er nahean dem Rande eines Körpers vorbeygeht, entdeckteFranz Maria Grimaldi >66z) um die Mitte deSvorigen Jahrhunderts , nach andern 1660. Zugleicher Zeit bemerkte er zuerst, daß der Lichtstrahldurch die doppelte Brechung beym Ein - und Aus-gange im Prisma auseinander gebreitet werde, wel»ches er durch Figuren erklärte und zeigte, daß derschiefe Winkel des Prisma hierzu nothwendig sey;man nennt dieses die Zerstreuung des Lichts. Bey»de Entdeckungen wurden erst nach seinem Tode rü6Lbekannt d),
Die Brechung der Lichtstrahlen oder Refraktion,ihre Abweichung von ihrer vorigen Richtung, wennsie aus einem durchsichtigen Körper in einen andernvon verschiedener Dichtigkeit übergehen. Den Nah-men Brechung leitet man davon ab, weil ein schiefinö Wasser gehaltener Stab oder ein Ruder, durchdie Wirkung der Strahlenbrechung gleichsam zer-brochen erscheint, welches Phänomen schon in denAufgaben des Aristoteles vorkommt. Alhazen imUten Jahrhunderte, Vitellio im izten Jahrhunder-te und Kepler, der 1604 und 16 n über die Bre-chung aus Luft in Glas schrieb, bemüheten sich »er»gcblich die Gesetze und Grösse der Strahlenbrechungzu entdecken, obgleich der letztere der Wahrheit sehrnahe kam. Willebrord Snellius (ch 1626), Profes-sor der Mathematik zu Leyden war der erste, derdie wahren Gesetze der Strahlenbrechung entdeckte,in dessen Manuscript sie Descartes fand und 1637 infeiner Dioptrik, ohne den Erfinder zu nennen, bekannt