§66 Luflarlcn.
Luft auS Erbsen, .Wachs, Austcrschaalen und Bern-stein. Franklin erfuhr 1764, daß sich die Luft übereinigen stehenden Wassern in Newferfcy mit dem Lichteanzünden lasse, wie denn auch 176L an den l). Chand-ler nach London geschrieben wurde, dgß Müllersleutein Newjersry vermittelst eines Lichts die Luft übereinem dasigen Mühlteiche angezündet hätten. Caven-dish entwickelte brennbare Luft aus Eisen, Zinn undZink, bestimmte auch schon die specifische Schwerederselben, und dann erst machte Pricstley seine Versu-che mit der brennbaren Luft.
Die hcpatische oder stinkende Schweselluft wardem van Helmont ebenfalls bekannt; er erhielt siedurch starke Hiße aus Kohlerisiaub und Schwefel, der-gleichen aus Baumöl und Schwefel. In neueren Zei-ten entdeckte sie Bergmann wieder, der sie aus derschwarzen Blende, einem schwefelhaltigen Zinkerz,durch aufgegossene Vitriolsäure erhielt.
Ferner hatte van Helmont von der salpeterarti-gcn Luft einige Kenntniß, die man aus den Dämpfender phlogistifchen Salpetersäure, oder aus dem aufMetalle gegossenen Scheidewasser erhält. Hales kanntediese Luftart und ihre Eigenschaften schon genauer,und Priestley erhielt sie am 4ten Jun. 1772 zum er-stenmal.
Endlich kannte auch van Helmont schon die me»phitische oder fire Luft, die bey der Weingährung auSden Körpern hervorgeht und aus den miloen Laugen-falzen und alkalischen Erden durch Säuren entwickeltwird. Er bemerkte nemlich, daß sich dieser erstickendeDampf auch über der Oberfläche gährender Körper