Band 
Dritter Theil.
Seite
374
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z ?4 . Luftpumpe.

statt der Winde brachte er ein^n Steigbügel an dieKolbenstange an, den man mit dem Fusse nieder-trat, stair des Hahns legte er ein Dlafenventil ansEnde des Communicationsrohres und bediente sichzuerst des Tellers, daher er nicht mehr Kugeln,-sonocrn cylinder - und glockenförmige Befasse aufse-tzen mußte, wodurch er die Körper unter dem Reci-pierten ohne Einlassung der Luft bewegen konnte ß).

Im Jahr r68L erfand der Professor WvlfcrdSengucrd in Leiden die Luftpumpe mit dem schief-liegenden Cylinder, der, weil er in schiefer Lageauf dem Gestelle ruht, länger seyn kann, als beyder Boylischen; Senguerd brachte diese Luftpumpe,welche Hahne hat nnd auch als Cvmpressivnsma-schine dient, erst 1697 mit Hülfe eines Künstlerszu Stande und Joh. von Musschenbroek änderte siein den Abmessungen und einigen Ncbenumständcnab K). Franciscus Hawksbee fand, daß bey diesenMaschinen nur baS Ausziehen des Stempels ver-dünne, das Hineintreiben aber eine vergebliche Pau-se verursache, daher erfand er die doppelte Lust.pumpe, welche 2 Stiefel hat, durch deren Hülfeman die Luft ununterbrochen verdünnen kann, in-dem der Kolben im andern Stiefel zugleich ausge-zogen wird, wenn man den im ersten hineintreibt.Die Kolben versah er mit Blasenvcrrkilen und be-schrieb seine Maschine im I. i/oy. Leupold ver-besserte sie, gab den Ventilen eine vorthcilhastereEinrichtung und brachte statt der bezahnlen Stan-ge mit dem Getriebe einen starken Wagbalken an,an dessen beyden Enden die Kolbenstangen, wie beyFeuersprützen hangen; an seiner Axe steckt ein He-