Luftpumpe. Z7S
bel. dessen beyde Enden man anfaßt und durch ab-wechselndes Heben und Niederdrücken die Kolben inBewegung setzt. Diese Verbesserungen machte eri7ii und 17 iZ bekannt!).
S' Gravesande erfand eine doppelte Luftpum-pe mit stehendem Cylinder und eine einfache mitschiefem Cylinder, welche die Absicht hatten, Hah-ne zu gebrauchen, die sich beym Hin - und Herzie-hen des Kolbens von selbst in die gehörige Stel-lung setzen, um dadurch die Zeit zu ersparen, dieman sonst auf das Stellen der Hahne verwendenmußte. Johann von Musschcnbroek verfertigte sieund 176; erschien eine Beschreibung derselben. —Indessen hatte Musschenbroeks Vater schon 1680bessere Luftpumpen, als die doppelte Gravesandi-sche war k).
In den Jahren 1640, 164,. beschrieb der AbtRollet eine von ihm erfundene Einrichtung einer ein-fachen und doppelten Luftpumpe mit Hähnen. Dieeinfache, welche vielen Beyfall erhielt, kann, wenndas Ventil aus dem Hahne weggenommen wird, alsCompressionsmaschine gebraucht werden. Die dop-pelte hak zwey senkrecht nebeneinander stehende Cy-linder I).
Diese Luftpumpen hatten den Fehler', daß derzwischen dem Hahne und dem Innern der Pumpe be-findliche Raum keinen hohen Grad der Luftverdün-nung gestattete; diesen nachtheiligen Raum suchteder Engländer, John Smekon, dadurch wegzuschaf-fen, daß er statt des Hahnes ein Ventil anbrachte.Im I- 17F9 erschien die erste Beschreibung der vonihm erfundncn Luftpumpe, die qn leichter Bewegung