Luftpumpe. Z77
daß schon Gucricke, im I. 166Z an Mittel dachte,das Ventil im Stiefel durch eine Kraft von aussenzu heben. Andere halten indessen den Hahn an derLuftpumpe immer für die dauerhafteste Einrichtung,um die Luft an einer gewissen Stelle abzuschließen,nur kommt dabey viel auf die Stelle, wo er sich be-findet und auf die Lage an, die er dabey hat. Umden Zweck der Luftpumpe besser zu erreichen, schlägtHerr LegalionsralhLichlenberg in Golha zween Häh-ne in einer sehr veränderten Lage vor und Herr Sc-cretair Schröder in Golha weiß diese Absicht zu er-reichen, ohne die Lage des Hahns z» verändern n).
Der Gedanke, daß weder Hähne noch Ventiledie bisher gehvffle Wirkung leisteten, brachte denMechaniker, Johann Cuthbcrtfon in Amsterdam, aufdie Erfindung einer Luftpumpe, wo statt der Venti-le und Hahne, vermöge der innern Einrichtung derMaschine, Stöpsel in die Hoffnungen einfallen undwieder ausgehoben werden. Er brachte in dem In-nern der Kolbenstange eine metallne Stange an, de-ren Ende beym Herabgehen des Stempels die Hoff-nung , welche mit dem Recipienten in Verbindungsteht, verschließt und sie beym Aufziehen des Stem-pels wieder öffnet. Diese Luftpumpe, deren Beschrei-bung 1787 herauskam, vereinigt die Vortheile derHähne und Ventile in sich, ohne die mit beyden ver-bundenen Unvollkommenhcikcn zu haben; zugleichhat Crilhbertfon die gewöhnlichen Proben, woranman den Grad der Verdünnung der Luft erkennenkann, sehr verbessert o).
Herr Wrede hat eine andere neue Einrichtungder Luftpumpe erfunden, indem er statt des HahnS