Band 
Dritter Theil.
Seite
387
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Lufkschiffkunst, 287

im August >782 Sacke von Papier mit brennbarerLuft füllten, nachher aber durch Betrachtung derNatur der Dünste (die schon Leibnitz für Wasserbläs-chen erklärte, deren innere Luft dünner sey, als dieäussere, wodurch sie die Krack zum Steigen erhalten)und durch das Beyspiel der in der Luft schwebendenWolken auf die Gedanken kamen, eine durch Kunst er-zeugte Wolke in eine leichte undurchdringliche Hüllezu Messen, um damit grosse Lasten zu heben; auchdachten sie schon daran, daß die Leichtigkeit dieserWolke durch die Elektricität werde befördert werdenkönnen. In der Mitte des Novembers 1782 gelanges dem älteren Mvntgolfier zu Avignon ein hohlesParallelepipeda,«, das aus eine,» von Lyon gekomme-nen Stück Lasset gemacht war und 40 CubikschuhInhalt hatte, nachdem es inwendig durch brennendesPapier erhitzt worden war, schnell bis an die Deckedes Zimmers und nachher im Garten z6 Fuß hochsteigen zu sehen, welcher Versuch der Grund zu denLuft-und Feuerballen war. Kurz darauf wiederhol,teu beyde Bruder diesen Versuch zu Annonay, wodas Parallelepipedum in freyer Luft 70 Schuh hochstieg. Eine grössere Maschine, von CubikschuhInhalt, stieg mit gleichem Erfolge. Nun beschlossensie, den Versuch ins Grosse zu treiben, verfertigten ei-ne mit Papier gefütterte Maschine von Leinwand, dieAL Schuh im Durchmesser hielt, 4^0 Pfund wog,über 400 Pfund Last noch mit sich aufhob, und liessendieselbe am Lten Junius ,78z, zu Annonay, in Ge.genwart der Stände von Vivarais, in die Luck steigen,wo sie in weniger als >0 Miauten eine Höhe vonB b 2