Papier. 17
Für das Alter des egyptifchen Papiers hatman folgende Beweise: Hiob kannte schon die Pa-pierstaude >) , aus welcher die Egyptier bey derStadt Memphis das Papier zu bereiten erfanden lc).Das Alter dieses Papiers steigt über Homers Zei-ten hinaus, denn Mucian, der dreymahl Consulgewesen war, fand als Befehlshaber in Lycien, ineinem dortigen Tempel einen Brief auf egyptifchenPapier, den der lyrische Konig Sarpedon bey Troja,also zwischen 2790 und 2800 vor C. Geb. geschrie-ben hatte l). Ferner erzählen Casiius, Livius,Lactanlius und Plutarch, daß der Schreiber Cne-jus Terentius, bey dem Umgraben eines Grund-stücks desL. Pätilius aufdem Berge Janiculum, zweyfast acht Fuß lange steinerne Kasten fand, wovonder eine den Leichnam des Numa, der andere aberdie Bücher des Numa enthielt, die auf cgyptischesPapier geschrieben waren, welches sich, da es mitDel getränkt war, .gzo Jahr ohne Fäulung in derErde erhalten hatte m), denn Cn. Terentius fanddiese Kasten i6§ Jahr vor Christi Geburt. Hier-aus erhellet, daß das egyptische Papier schon zwi-schen ZLÜ9 und ZZiZ, wo Numa regierte, denRömern bekannt war. Ferner gedenkt Aristotelesum z 648 der Papier- und Büchermotten schon alseiner bekannten Sache, woraus man auf das Alterdes erfundenen Schilfpapiers schließen kann n). Esist also falsch, wenn Barro 0) dce Erfindung desegyptifchen Papiers erst in die Zeit Alexanders desGroßen setzt, als er gzc Jahre vor Christi Geburtdie Stadt Alepandria bauete. Lange vor AlexanderBusch Handb. d. Erf. z. Tb- B