Band 
Fünfter Theil.
Seite
101
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Perücke. ror

Rom r6o bis 196 regierte, ein Sohn des Cyara--res, und Großvater des Cprus war) eine Perückegetragen habe, die sehr dick und voll Haare, auchziemlich herabhängend war. Sonach wäre denn dieErfindung der Perücken, wenn wir auch die, welcheMichal verfertigte, noch für -keine rechnen wollten,dennoch über onoo Jahre alt cl).

Suidas und TacituS erzählen, daß Hannibal,der um berühmt war, mehrere Perücken von

verschiedener Farbe, Gestalt und Größe hatte, de-ren er fich bediente, entweder um seine Feinde aus-zuspähen, oder weil ihn die Noth zu öfteren Ver-kleidungen zwang. Also mußten schon zu Hanni-bals Zeit die Perücken in Italien nichts ungewöhn-lich es meh r seyn.

Auch.die Griechen bedienten fich der Perücken,Man findet bey ihnen eine Mannsperucke,

xoeu/chs" eine Weibsperucke- mrd eine Kna-

bcnperucke e).

Die Römer und Teutschen trugen ebenfallsfrühzeitig falsche Haare. Zu Ooids Zeiten ver-schrieben die Römer blonde Haare auS Lcutschland.Juvcnal gedenkt der falschen Haare der Messaline,und die Teutschen trugen sogar die von den todtenKörpern abgeschnittenen Haare t. Vor des KaisersCommodus Zeit bedeckte man das Haupt oft mitCalottcn oder Wirbelkäppchen, nach Art derjenigen,welche die Römer trugen, und wie sie die Schau-spieler , welche die Rollen der Alten und Vatervorstellen, noch jetzt auf der Bühne tragen.