IVS Perücke.
Unter den römischen Kaisern trug Otto, derim Jahre 69 n. C. G. regierte, zuerst eine Pcru-rke, wie Suewnius in dessen Leben berichtet.
Der Kaiser Commodus, der von rzo bis i yZregierte, trug eine Perücke, die mit wohlriechendenSalben bestrichen, und mit Goldstaub gepudert war,welches Lampridius berichtet.
Nun folgt ein großer Zwischenraum, in demman keine Spur von Perücken hat.
Im Jahre iL>8 hatte Nürnberg bereits Peru--ckenmacher g); denn der Herzog Johann zu Sachsenschrieb im Jahre > 518 an seinen Schösset oder Amt-mann, Arnold von Falkenstein in'Coburg, „er solle„ein hübsch gemachtes Haar in Nürnberg bestellen,„doch in Geheim, schrieb er, also daß nicht gemerkt„werde, daß es uns solle, und je dermaßen, daß eö„grauß und geel sey, und also zugericht, daß man„es bequem auf ein Haupt setzen könn? l>).
Die Franzosen trugen bis zur RegierungFranz I. das ist bis an das Jahr ein langesHaar. Weil sich aber dieser König auf seine schö-ne breite Stirne viel einbildete, oder, nach andererBericht, wegen einer Wunde am Kopfe, ließ er,um dieselbe mehr zu zeigen, nach der Jtaliänerund Schweizer Mode das Haar stutzen. Ihm folg-ten bald die Großen am Hofe, und endlich ganzFrankreich nach, bis zur Regierung Heinrichs III,der von 1,57^ bis iLtzy Frankreich beherrschte.Dieser König verlor durch eine venerische Krankheitseine Haare, und ließ daher die damahls gebrauch-