to4 Perücke.
Haare in dreydrätigc Tressen zu befestigen, die manauf Bänder aufnähete, welche man ausfpannete,auf hölzernen Köpfen formte, und zusammenfügte,woraus endlich die jetzigen Perücken entstanden.Der erste, der eine solche Perücke trug, war derAbbe La Riviere. Ludwig XIV, der von ,64z bis>7>L regierte, führte die großen Perücken ein i).J»r Jahre 16^6 bestellte er 48 Peruckcnmacher fürden Hof, und 2vo für die Stadt Paris. DasLetztere wurde im Jahre »67g wiedcrhohlt, undman kann dieses, als die erste Peruckenmacherznnfkansehen Ic). Im Jahre 1660 hatten die Perückenschon' so sehr überstand, genommen , daß auch dieGeistlichen diese Mode mitmachten, und 1670 warschon ganz Europa davon angesteckt l). Die Kunst,die Perücken zu crepiren und kraus zu machen, wo«durch sie bey wenig Haaren oielbefetzter und vollerschienen, als sie selbst mit weit mehr Haaren seynkonnten, erfand ein gewisser Ervais. Auch brachtezu den Zeiten Ludwigs XlV. der Marquis von Foru-tague die Mode auf, das Vordcrtheil der Perückesehr hoch zu tragen, daher diese Tracht äsvanr ä InVonriiAne genannt wurde m). Man erfand auchgläserne, und in Paris Draht - Perücken, welche letz,tere wegen ihrer Dauer bald verbothen wurdenSeit dieser Zeit stnd die Perücken eine Menge vonGestalten durchgegangen, und noch jetzt ist ihre Ge-stalt veränderlich.
In Schweden erstreckt sich ihr Gebrauch kaumüher das Jahr -670 y).