Band 
Fünfter Theil.
Seite
112
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I 12

Pfeife.

funden, wazu ihr daS Gezisch der Schlangen andem Haupte der Medusa Veranlassung gab; aber.sie habe die Pfeife, wegen des Uibelstands wiederweggeworfen. Apollodor hält die einfache Pfeife,ribism lirnplicem oder lVlonaulou für eine Erfindung,die der griechische Merkur machte, als er die Rin-der des Apollo weidete e). Andere schreiben aberdie Erfindung derselben Pfeife dem ersten König derEgyptier, Osiris, zu, der zu Abrahams Zeit leb-te k). Merkurius überließ die von ihm erfundenePfeife dem Apollo für einen goldenen Stab; Plu-larch macht aber den Apollo selbst zum Erfinder der-selben g). Lucretius macht die Hirten überhaupt.zu den Erfindern der Pfeife; der ins Schilf blasen-de Wind lehrte sie, daß das hohle Rohr einen Lautgäbe, und nun versuchten sie, ob sie nicht mit demBlasen des Mundes in das Schilf auch einen Lauthervorbringen könnten. Andere nennen aber unterden Hirten besonders den Pan, einen Sohn deSMerkurs, als den Erfinder der einfachen Rohrpfei-fe, wozu ihm das Blasen des Windes in ein hoh-les Schilfrohr Veranlassung gab K). Hyginus machtden Marsyas zum Erfinder der Pfeife; einige sagen,er habe die Pfeife gefunden, die man Eerocloronnennt i), andere meinen, er habe die ritüamriam oder Doppelflöte erfunden ie); vielleicht sindbeyde einerley. Nach andern soll er bloß die vonder Minerva weggeworfene Pfeife erfunden haben.Er erfand auch den ledernen Maulkorb, den sich diePfeifer anlegten, um den Mund und die Backennicht allzusehr aufzublasen I).

Die