i4<> Pfropfen.
Der Herr Commissions - Rath Arndt zu Zo-bel bey Neumarkt in Schlesien, hat einen Saat-Pflug mit vier Scharen erfunden, dessen Vorthei-le für die Landwirthschaft allgemein bewährt seynsollen K). Vergl. Schalpflug.
») I. A. Fabrlcli Allgrm. Hlsk. der Gelehrt- 17^4z. B- S. >oz7. Unlvcrs. Lex. XV. S. ,^48- Kernder Wlff.ns. ll. S. 798- t>) (-arelte lilt. clv l'C»-
rope. 176z. eXvril. p. 441. c) Halle Vlo^lc ttl.S. 2Z7. ä) Witlenberg. Wochenblalk. >769. S<. zo.e) Liiucnl'urglscher Gencal. Kalender. 1776. S. >2z.t) All^c»,. Ll». Zcik. Jena 178z. Nr. >7,z. ß) Hallefortgesetzte Magie. tt. B. 1789. S. 19z. ii) Anz.>797. Nr. 2z. S. 190.
Propfen der Bäume soll nach des Pli-nius Erzählung a) auf folgende Art erfunden wor-den seyn: Ein Bauer der sein Haus mit einem Zaunumgeben wollte, hatte den Einfall, Stamme vonEpheu in die Erde zu legen, und die äußern Endeder Pfähle an feinem Zaun darin zu befestigen,damit er länger dauern möge. Diese Pfähle, dieer dem Anscheine nach grün gepflanzt hatte, keim-ten wieder, trieben Zweige, und man schloß dar-aus, daß sie sich in den Ephcuflämmen so gut, wiein der Erde, genährt hatten, welches Gelegenheitgab, die Kunst zu pfropfen zu erfinden. Goguetverwirft billig diese Veranlassung als unzureichend k)^Lucrerius c) gibt eine glücklichere Vermuthung an.Goguet glaubt, daß die in einander gewachsene Aestevon verschiedencnen Bäumen zum Pfropfen Veran-lassung gegeben haben, weil man an diesen Acstenweit schmackhaftere und größere Früchte fand ä).