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sophen der Indianer, Gymnosophisten oder 6^m-nl, d. i. Nackende, vielleicht von ihrer geringenKleidung. Sie hielten sich auf einem äthiopischenGebirge, neben dem Nilfluß, unter freyem Him-mel auf. Sie sollen zuerst gezeigt haben, wie manauf die Gerechtigkeit halten, wie man den Götterndienen müsse, auch sollen sie zuerst die Astronomie auf-gebracht und zuerst entdeckt haben, daß der Mondkein eignes Licht habe, sie sollen zuerst den Lauf-er Planeten und die Kunst, aus den Gestirnen zuwahrsagen, erfunden haben. In Lybicn war der be-rühmteste Philosoph Atlas, ein König der Lybicr.
Andere suchen den Ursprung der Philosophienicht in Afrika bey den Egyptiern, sondern inAsien. Zu der asiarischee Philosophie rechnet manbesonders die Philosophie der Babylonier oder Chal-däer, der Perser, Phönizier, Araber oder Sabäerund Indianer.
Die Philosophen der Chaldäer und Perser hie-ßen lAuAi. Die Chaldäer hatten den Zoroaster,die Perser den ZcrduSht, und die Phönizier denMochus oder Moschus aus Sidon, der vor demtrojanischen Kriege lebte und eine Geschichte derPhönizier schrieb, zu Stiftern der Philosophie.Goguet macht den Lyrier Sanchuniaton zum erstenPhilosophen der Phönizier, und setzt ihn in die Zei-ten des Josuaä), andere setzen ihn aber weit spä-ter, nähmlich nach dem Mochus, in das Jahr derWelt 2790. Von der Philosophie des Sanchu-niaton ist noch ein Fragment übrig e). Daß die