Band 
Fünfter Theil.
Seite
149
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Philosophie. 149

Phönizier die Philosophie mit Fleiße trieben, kannman daraus sehen, daß Thales ein gebohrncr Phö«r.izicr war, welcher sich in der Stadt Mileto inJonien niederließ, und die Anfangsgründe der Welt-weisheit zu den Griechen brachte s).

Unter den Arabern waren die Sabaer oder dieZabii die ältesten Philosophen. Einige wollen sieuralt machen, und meinen, sie hatten schon zu deSNahors Zeit epistirt, und ihren Ursprung von denChaldaern, oder, wie andere wollen, von den Per-ser» genommen. Besonders soll der Perser Zarads-hat, oder Zaradschad, den andere Tachmurat, auchNazarib oder Javan nennen, den Grund der Phi-losophie unter den Sabäcrn gelegt haben, welchesaber fabelhaft ist ß); denn die Sabaer wurden erstzur Zeit des Mahomeds bekannt. Der berühmtearabische Fabeldichter Lockmann ist zwar weit' al-ter, er kann aber schwerlich unter die Philosophengerechnet werden, höchstens unter die, welche zurmythischen Philosophte beitrugen. Dte Philosophender Araber hießen Magi, welches Wort sogar ara-bischen Ursprungs seyn soll.

Die Philosophen der Indianer waren die Gym-nosophistcu oder Brachmanen, die man auch Bra-mmen nennt. Der Vornehmste unter ihnen warZarchas, dem Buddcs oder Buddas nachfolgte,dem man sogar göttliche Ehre erwies, daher manihn auch für den Stifter der Gymnosophisten hielt.Ihm folgte um Z0>48 n. E. d. Welt Dandamis,der es in der Uibcrwindung des Leibes zu einergroßen Vollkommenheit brachte. Diesem folgte Ca-