Band 
Fünfter Theil.
Seite
151
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Philosophie.

wollten klüger seyn, als die andern, und wurden.zu Hauptgoklhciten gemacht.

Bey den Jsraeliten waren die Priester die Bc-wahrer der Weisheit o). Die Juden selbst theil-ten ihre Weltweisen in sechs Classen. Die erstesah noch den Tempel stehen. Eine der vornehm-sten darunter war Rabban Gamaliel der erste oderder alte. Die zweyte Classe fing nach der Zerstö-rung Jerusalems an, und ihre Häupter waren Rab-bi Tarphvn oder Tryphon und Rabbi Akiba. Diedritte Classe hießen Tannaim oder Dcutcrotä, wel-che die Aufsätze der ältesten erhielten; sie fängt anmit Rabbi Simeon dem Gerechten, und schließt sichmit Rabbi Juda dem Heiligen, der auch Nasi oderFürst genannt wurde; er brachte zuerst die münd-lich vorgetragenen Lehren der Juden in eine Samm-lung, die Mischnajoth genannt wird, und der Grundzum Talmud war. Die vierte Classe waren dieAmoräerwelche mit dem Rabbi Ras im drittenJahrhundert anfingen p). Diesen folgten noch dieCeboräer und Gconim, (vergl. Philologie). ZurZeit des Aristoteles lebte ein ale/andrinischer JudeAristobulus, den man auch unter die Philosophenrechnet g).

In Europa hakten vor Zeiten die Thracier, Ge-ren, Scythen und Celten, unter welchen letzternman die Gallier und Teutschen versteht, ihre Wei-fen. Der Urheber der thracischen Weisheit warOrpheus, diesem folgte bey den Geken Zamosris.Unter den Scythen, welche Nachbarn der Thracierwaren, sind besoudps Toxaris, Anacharsis und Aba»