Band 
Fünfter Theil.
Seite
166
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r66 Philosophie.

ders des Großen lebte; endlich aber stiftete er ei«ne eigne Kecke, welche von der bedeckten Gallcrie50« (porticu8), wo er in Athen lehrte, die stoischeSecte genannt wurde wv), welche bald nach demAristoteles berühmt wurde. Die Stoiker theiltendie Philosophie ebenfalls in drey Disciplinen ab,nähmlich in den vernünftigen, natürlichen und mo-ralischen Theil. Zeno behauptete ebenfalls, wie dieCyniker, man müsse der Natur folgen, aber er er-klärte diesen Satz anders, indem er lehrte, der Na-tur folgen heiße so viel, als der gesunden Vernunftfolgen. Zeno hielt seine Vorlesungen zur Zeit desAntigonus und Ptolemäus xx).

Potamon von Alepandrien, der zu des KaisersLiberius Zeiten blühete, war der Urheber der eclec-tischen Philosophie ^).

Der älteste Geschichtschreiber der philosophischenHistorie ist Lenophon, der Z62L n. E. d. Weltstarb rr).

Der Sophist Theodotus zu Athen war der er-ste Philosoph, der vom Kaiser Antonius Pius eineBesoldung von 10,000 Drachmen, oder »2Lo Reichs-khalern erhielt aas).

Nach Italien kam die Philosophie frühzeitigdurch den Pythagoras, aber die Römer selbst nah-men dieselbe erst spät an. Erst Carncades vonCyrcne, Critvlaus und Diogenes, die von Athennach Rom geschickt wurden, machten daselbst diePhilosophie beliebt bdb). Panätius soll der er-ste Römer gewesen seyn, der als Philosoph bc-