Band 
Fünfter Theil.
Seite
239
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Porcellan. 2Z9

ließ, theils weil es von dem, was es enthält, ei-nen Geschmack annahm, und endlich, weil das weissePorcellan, welches 1709 erfunden wukde, viel schö-ner aussah.

Im Jahr 17,0 wurde die Porccllanfabrik aiifder Albertsburg zu Meißen angelegt, und in derOstermesse desselben Jahres wurde das Porcellanzum erstcnmahl öffentlich verkauft. Das erste Man-dat > worin der Porccllanfabrik gedacht wird, istvom 2z. Jcnner >710. Im Jahr 1719, am 14.März, starb B,örrcher, nachdem er vorher von demKönige August ll. als dem Reichsvicarius, in denReichsfreyherrnstand erhoben worden war, und erstnach seinem Tode wurde die Erfindung des Porcel-lans in der Fabrik zu Meisten erst recht zur Voll-kommenheit gebracht.

Das sächsische Porcellan besteht wie das Asia-tische aus zwey ,Hauptmaterien, nähmlich aus einemalkalischen Talksteine, und aus einer nmgern Thon-erde, welche aschfarbig, öder röthlich, oder weiß ist,und die weiße ist die beßte. Durch die Vermischungbeyder Materien entsteht eine glasartige Masse, aberdie Zubereitung und Verhältniß der Bestandtheilewird geheim gehalten. Anfangs wurde auch ausder Materie ein Geheimniß gemacht, und es stürz-te den Grafen von Hoymb, daß er etliche Kistenmit Porcellanerde nach Frankreich schicken wollte,um sie in der angelegten Porccllanfabrik zu SaintCloud zu gebrauchen, weßwegen er auf den König-stein gesetzt wurde, wo er sich vor Verdruß erhing.Daß das sächsische Porcellan das chinesische an Här^