Band 
Fünfter Theil.
Seite
240
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L4" Porcellan,

te, Weisse, Malerey und Verzierung weit über-trifft, gestehen die Chinescr selbst» Besonders istdas Gold in Blumen und Laubmerk weit schönerals am chinesischen Porcellan, daher auch das meiß-nische Porcellan theurer ist als das chinesische.

Aus Eifersucht über das sächsische Porcellan,ließen die Holländer, Engländer und Franzosen dieMaterialien zum Porcellan aus China kommen, umwenigstens selbst Porcellan machen zu können. Sach-sen wandte alle Mühe an, seine Kunst geheim zuhalten, und verboth nn Jahre 174L die Ausfuhrdes weissen Thons, erst bey Geldstrafe, und her-nach beym Strange. Demohngeachtet entstandenbald andere Porccllansabriken in Teutschland.

Schon im Jahre 1720 oder nach andern 1734soll in Wien Claudius du Pasquier eine Porcellan-fabrik anzulegen versucht haben. Seit 1744 wur-de sie auf kaiserliche Kosten betrieben, und 1770 an-sehnlich verbessert. "

Zu Fürstenberg im Wolfenbützelschen fing man174Z oder 1744 an, eine ächte Porcellanfabrik zu -errichten. Glaser, ein Feuermaler -aus Franken,machte unter der Aufsicht des Baron von Lange,der Oberjägermeistcr in Norwegen gewesen war, dieersten Versuche, die aber noch kein ächtes Porcellangeben wollten. Nachher hat man heimlich ausHöchst einen Arbeiter, Nahmens Benkgraf, kom-men lassen, und die Kunst zu einem hohen Gradeder Vollkommenheit gebracht. Im Jahr .7^0 hatman die erste verkäufliche Waare geliefert.

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