Band 
Fünfter Theil.
Seite
348
JPEG-Download
 

Z48 Rechenmaschine.

diese fertig war, sahe Hahn, daß er sie viel ein--,facher hätte machen können, ohne so viele Räderund Federn zu brauchen, daher entschloß er sich,eine zweyte einfacher eingerichtete Maschine machenzu lassen. Um dieses zu können; mußte er weitläu-:fige Rechnungen machen, die oft ganze Seiten ein-nahmen, und die sein Gedächtniß sowohl, als seineDenkkraft so sehr schwächten, daß er oft ganze Tagelang ruhen mußte und nicht fortrechnen konnte.Diese große Unbequemlichkeit brachte ihn auf denGedanken, ob man nicht eine Rechenmaschine erfin-den könnte, auf welcher man entweder geschwinderoder doch mit weniger Anstrengung der Kräfte soweitläufige Rechnungen herausbringen könnte. Erentwarf also einen Plan dazu und ließ, im Jahre1776 nach Pfingsten, die Arbeit nach einem hierzuverfertigten Riß anfangen. Erst ließ er eine Ma-schine mit 9 Ziffern, dann eine zweyte mit n Zif-fern, und endlich eine dritte mit 10 Ziffern ma-chen. Diese drey Maschinen leiteten ihn auf denGedanken, eine viel einfachere und dauerhaftereRechenmaschine zu erfinden, die ihm auch glückte,und mit der er ganz zufrieden war, weil er sich inRücksicht der Richtigkeit der Rechnungen darauf ver-lassen konnte. Die Maschine wiegt nur 8 Pfund,und ist so einfach eingerichtet, daß sie auch der ge-ringste Uhrmacher copiren kann, daher auch keineWandelbarkeit an ihr zu fürchten ist. Die obereSeite, auf der alles zu sehen, hat 9 französischeZoll im Durchschnitt, und das ganze Werk ist 4Zoll hoch. Auf der vergoldeten Oberfläche find 14