si6 Schminke.
sich die Augenbraunen zu zwicken, sie zu malen, undsich künstliche zu verfertigen. Die Grönländerinnenfärben sich das Gesicht mit Weiß und Gelb, unddie Frauenzimmer von Zembla, machen blaue Strei-fen auf Stirn und Kinn. Die Frauenzimmer aufder Insel Sumatra bedienen sich, um die Hautweich und sanft zu machen, einer weißen Schmin-ke , welche Punguhr genannt, und auf folgende Artverfertiget wird. Sie weichen feinen Reiß langeZeit in Wasser, trocknen und pulvern ihn, undfeuchten ihn wieder zu einem Teige an, daruntermengen sie Ingwer, und die Blätter einer beson-dern Pflanze, Nahmens Dihlum, welche ihr eineneignen Geruch gibt, und, wie man glaubt, aucheine kühlende Eigenschaft hat. Ferner thun sie hin-zu die Blühten des Maiz, Sandelholz, und denSamen von Abel - Moschus. Alle diese Dingewerden wohl mir einander vermischt, und zu klei-nen Kugeln geformt. Wenn sie die Schminke ge-brauchen wollen: so feuchten sie solche mit einemTropfen Wasser an, reiben sie zwischen den Händen,und dann das Gesicht, den Hals, und die Schulterndamit. Die europäischen Damen auf den amerikani-schen Inseln, bedienen sich, um ihren von der Sonnezu sehr verbrannten Teint aufzufrischen, der erstenRmdc eines gewissen Baums, den die EngländerCusheco Cherry Lree nennen. Sie reiben sich da-mit das Gesicht, welches davon aufläuft, und schwarzwird, bis die von dein Saft der Rinde zerfresseneHaut, sich nach fünf oder sechs Tagen stückweise ab,löset. Man hüthet dann noch ohngefehr <4 Tagedas Zimmer, und bekommt, nach Verlaufe dieser