Band 
Sechster Theil.
Seite
217
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Schminke — Echminkpflösterchen. 217

Zeit, die weiteste und zarteste Haut. Viele franzö-sche Damen gebrauchen schon eine Pomade, die ausdieser Rinde vcrfeitiget ist k).

Herr Maille zu Paris hat einen Eßig zum Roch-schminken, und einen andern zum Wegschminkenerfunden i).

Der Bildhauer Johann Joseph Goctzel in Augs-burg will ein Mittel erfunden haben, das menschlicheAngesicht von den Jahren an, da man anfängt, altzu werden, ohne Spiritus, ohne Schminke oder an-dere Mcdicamcnrc, in etlichen Minuten um bis 20Jahre zu verjüngen. Der Erfinder hat an sich selbstdie auffallendste Probe gezeigt. Die Verjüngung kosteteinen Conventivnsthalcr. Man muß entweder denKünstler zu sich berufen, oder selbst zu ihm reisen k).a) Ezechicl 2z, 40. tn der Hezeligpen Bibek:Ausga-be, die Noke zu dieser Sielte, l>) 2. Könige 9, za-c) VVozveru!, Letron. c. 2Z. VicioriuL Vnr. l.ect.II. 4. ei) Homer. OZ^lf. >8- v- 17,. 191. 192. e)llulius tlsefsr <Ie Lello Lallico I.ik. V. c. >4. f)I. A. Fabricii Allgein. Hist. der Gelebrs. >7L2. B.S- 1045. z) Halle Magie II. S. 375- l>) Pandoraoder Kalender des Lupus und der Moden, >?87- S.-n—27. i) Gotbaifcher Hof: Kalender, > 784 - k)Frankfurter Kaiserlische Reichs: Ober: Post- Amis- Zei>tung. >790. Nr. 176.

Echminkpflasterchen stammen von denschwarzen Mälern her, welche die Araber und Perserfür eine Schönheit hielten; wer nun keine solcheschwarze Mäler im Gesichte hatte, der suchte sie durchschwarze Pflasterchen nachzuahmen. Man hält dafür,daß diese Mode durch die Krcuzzügc nach Europa gc-kommen ist.

Alitlxandora- 1789- Ht- S. r>H.