Schreibfeder — Schreibekunst. 22^
Gesihlchcr der Iconen Wissenschaften und freyen Künste,übersetzt von I. E- Kappe. 17^2. 2 Th. zo Kap. S. 412.x) Wehrs vom Papier. S. 404. !>) Auszüge aus
den beßcen Schriftstellern der Franzosen , zum Gebrauchfür die Jugend In den Schulen und ErziebungS-Anstal-ten. Unter der Aufstcht des Herrn Abt Resewitz , her-ausgegeben von E- H. Schmidt. I. Th. 2. Abtheil-Leipzig 178». S. 6. i) lluvenal. 8nt. 4. ,49. le) 18 -^or. Orißiu. I.,k. VI. cap. IZ, p. IZ2. I) GothaischerHofkalendcr. 179a. m) Nicolai Reisen. B 1 . Beyl. I.2. Taf. IV. llß. I. Gothaischer Hofkalender. 1791.S. 24.
Schreibekunst ist die Kunst seine Gedankendurch Zeichen auszudrücken. Vor ihrer Erfindungwaren Baume, die man pflanzte a^, Steinhaufen b),Altäre c) und Säulen, die man errichtete- 1 ), auchFestes) und Spiele, die man verordnete, die Mit-tel, wodurch man das Andenken wichtiger Begeben-heiten zu erhalten suchte; man gab auch den Oer-tern, wo wichtige Begebenheiten vorgegangen wa-ren, solche Nahmen, die darauf Bezug harten k)-oder man pflanzte wichtige Begebenheiten durch Tra-dition oder Uibcrlieferung fort, und kleidete ste, umdem Gedächtniß zu Hülfe zu kommen, in Volkslie-der ein. Die Chineser theilten sich zur Zeit desIong-rching-chi in der Entfernung ihre Gedankendurch Schnüren mit, die man mit verschiedenenKnoten bezeichnete §); andere thaten dieses durchEinschnitte in Holz N).
Die Schreibekunst entsprang aus der Zeichner-kunst, sobald man es in dieser so weit gebracht hat-te, daß man die Umriße natürlicher Gegenständezeichnen konnte; dieses erhellet aus der ältesten Artder Schrift, welche eine Bilderschrift, im eigemli-
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