Band 
Sechster Theil.
Seite
232
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»,-;r Gchreibrkunss.

chen auskommen kann, wenigstens ro,cxio, aber weres aufs Höchste treiben will, zo,vvo Zeichen kennen.Auch bey der Entdeckung von Amerika fand man beyden Amerikanern eine Art von Bilderschrift, denn dieMexikaner gaben dein Monlezuma von der Landungdes Kortez durch eine Zeichnung Nachricht x). In-dessen findet man doch kein Volk, bey dem die Kunst,mit Hieroglyphen zu schreiben, so hoch getrieben wur-de , als bey den Egyvtiern. Eine Classe ihrer Prie-ster beschäftigte sich beständig damit, die schon zuJosephs Zeit Bilderschrift-Ausleger genannt wurden,und eine eigene Gattung der Gelehrten unter denEgyptiern ausmachten. Eben weil sich die Priesterdamit beschäftigten, nannten die Griechen diese Schriftdie Hierogliphcnschrift, oder die heilige Schrift. Alsman willkürliche Zeichen unter die Hieroglyphen auf-nahm , fingen die Egypticr zuerst an, die Schreibe-kunst zum Nutzen der Wissenschaften anzuwenden,und nun unterschied man die Gelehrten-oder Prie-sterfchrift, deren man sich bey Bücherschreiben be-diente, von der Hierogliphew-oder Bilderschrift, dieman bey öffentlichen Denkmälern brauchte, als zweyverschiedene Schriftsysteme. Endlich wurde aber dieBilderschrift durch den weit bequemeren Gebrauchder Buchstabenschrift verdrängt, deren sich zuletztauch die Priester bedienten ^).

Da man bereits in derHieroglyvhenfchrift mehrereSachen durch ganz willkürliche Zeichen auszudrückenpflegte: so erfand man nun auch willkürliche Charak-ter für einzelne Worte. Solche Charaktere warenz. B. 2 welches ein Haus, z welches ein Kameel,^ welches eine Hacke, ^ welches einen Zahn bedeutete.