2Z4 Schrcibekunst.
Besonders eignet Sanchuniaton diese Erfindung demPhönizier Thaaut zu, der fich in der Folge in Egyp-ten niederließ, und von den Egyptiern Lhot genanntwurde cc). Auf diese Art kam also die Buchstaben«schrist von den Phöniziern zuerst nach Egypten; ei-nige melden jedoch, daß die Isis bey den Egyptierndie Buchstabenschrift eingeführt habe ää), und nochandere meinen, daß die Egyptier erst gegen psam-metichs Zeit die Buchstabenschrift aus Phömzien er-halten hatten es). Von den Egyptiern kam dieBuchstabenschrift zu den Jsraeliten. Einige wollenzwar den Joseph zum Erfinder der Buchstabenschriftmachen, und haften ihn mit dem Hermes Trisme-gistus für eine Person; ich habe aber bey dem Wor-te Buchstaben meine Zweifel dagegen geäußert.In Gasen hielten die Jsraeliten schon ihre Schote-rim oder Schreiber, welche die Stammtafeln derFamilien u. s. >v. besorgen mußten; daher kann auchMoses nicht der Erfinder des Schreibens seyn, wieJaquelot und Thomafius behauptet haben, denn zuMoses Zeit war die Schreibekunst schon eine bekann-te Sache, und er beruft sich selbst auf ältere Schrif-ten; auch Hiob redet von der Schreibekunst als voneiner gewöhnlichen Sache; ob sich gleich nicht ent-scheiden läßt, daß er von der Buchstabenschrift redest), so weiß man doch, daß es damahls schon schrift-lich verfaßte gerichtliche Klagen und versiegelte Akten-stöße gab. Zu Salamons Zeilen war das Bücher-schreiben schon sehr gemein. Auch zu den Assyriernmuß die Buchstabenschrift bald durch die Phöniziergekommen seyn; denn Callisthenes schrieb aus Ba-bylon dem Aristoteles, daß die astronomischen Unr