Schristgicßerey. 247
Im Jahre brachte Johann Neudorfer derältere, aus Nürnberg, die rechten Schrift »Maaßeder zierlichen teutschen Schrift hervor.
Angelus Vegetius aus Creta, der berühmtestegriechische Kalligravh seiner Zeit, mußte Vorschrif-ten von griechischen Schriften verfertigen, welcheKönig Franz I. durch den berühmten Schriftschnei-der Garamond zu Paris nachschneiden ließ, unddieses geschah zum Behuf des gelehrten Buchdru-ckers Robcrtus Stephanus. Diese Garmondischengriechischen Schriften waren nach den Albinischen dievorzüglichsten. England verlangte im ,6ten Jahr-hundert Garamondische Schriften, erhielt sie abernicht, weil es auf die Titel der Bücher, die es da-mit drucken würde, nicht die Worte setzen wollte:mit königlich französischen Typen gedruckt 6). VomGaramond, als von ihrem Erfinder haben folgendeSchriften ihren Nahmen: Canon de Garamond,Antiqua de Garamond, Parangonanliqua de Gara-mond , Tertiaantiqua de Garamond, Mcdiaankiquade Garamond, Ciceroanriqua de Garamond, Ga-ramondantiqua de Garamond, und Garamond Cur-siv de Garamond, wie auch Petit Antiqua de Ga-ramond.
Don dem Schriftfchneider Grandion erhieltenfolgende Schriften ihre Nahmen: Parangoneurstvde Grandion, Tertiacurfiv de Grandion, Mediaeur-sio de Grandion, Cicerocursio dc Grandion, Pcrit-cursiv de Grandion.
Der Schriftgießer Schwabach erfand die Schwa-bacherschrift, Lertiaschwabacher und Cicero^wa-bacher..