Schwarze Kunst — Schwefel. 27Z
(andere nennen ibn Wolfgang von Siegen oder Si-chern), der diese Erfindung im Jahr 164z, nach an-dern 1Ü48, machte. Von diesem lcrnle Prinz Robertoder Ruprecht von der Pfalz die schwarze Kunst ä),verbesserte sie s) und beachte es darin zu einem großenGrade der Vollkommenheit f). Prinz Robert brachtediese Kunst zuerst nach England. wo er sie in Londonnoch als ein Geheimniß dem Wailerant Daillant mit-theilte, der, nebst seinen Brudern, die schwarze Kunstnoch vollkommener machte §), und die ersten schönenStücke darin lieferte k). Ein armer Gehülfe deSVainam. der ihm seine Platten übcreggen half,schwatzte dieses Geheimniß aus und brachte es un-ter die Leute.
Der Nürnbergische Kupferstecher Johann Frie-drich Leonhard brachte die schwarze Kunst im Jahr1678 zuerst nach Berlin, wo er inzo starb.
In dem jetzigen Jahrhundert haben die Engländerund Holländer die schwarze Kunst sehr vervollkommnet.Die Kupferstiche mit verschiedenen natürlichen Farbensind als ein Zweig der schwarzen Kunst zu betrachten.
s) Jablonskie Allgem- Lex. Leipzig 1767. S. 755/b) Allgim Literatur-Zeitung. Jena. >786. Nr; rrS«Merkwürdigkeiten der Stadt Nürnberg: S: 7ZLrAllgem. Künstler - Lexicon. Zürch. 176z. S. zra.67 Anlipondora I.S. 4 L>). «7 I. A. Fabricii AllgemrHist. per Getedrs. >7L4- Z-B- S. 97a. s- Gemeiu-nützige Kalender - Lesereneu non Frestnius. >786. 1. BeS. 8^ I' 2 l. Fal-rieiu« a- <1. O- S. 97 Z-
K7 Hüdncrs Kunst und Natur - Lexikon, 1746. S. 1125.
Schmefel ist ein entzündlicher mineralischerKörper von einer blaßgelben Farbe. Die vollkommeneBusch. Handb, d. Erf. 6, Th. S