Band 
Sechster Theil.
Seite
284
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L 84 Echwimmkunst.

Hülfsmittels dabey bediente. Mau fand fein Ge-wicht Zoo neapolitanische Pfund und za Pfund ge-ringer, als das Gewicht von eben so viel Wasser.Er war sehr dick und hatte eine breite Brust, dieihm statt eines Scaphanders diente s).

Die von Natur auf dem Wasser schwimmendeKörper, z. B. hohle Bäume u. d. gl. konnten denMenschen den Weg zum Schwimmen zeigen. Mo-ses wurde durch einen Rohrkastcn gerettet; manwußte also damahls, daß das Schilf im Wassernicht untersank. Auch die Kunst, vermittelst dcSKorks zu schwimmen muß sehr alt seyn, wie dieRedensart: lirie corrice narare, beweiset. Auch istes nicht zu bezweifeln, daß die Römer sich des Korksbedienten, um damit über Flüsse zu schwimmen,denn der Römer Cominius, den Camillus nach demCapitol schickte, nahm Kork unter sich und schwamm sodurch die Tiber.

Man bediente sich auch frühzeitig des Leders , umsich dadurch das Schwimmen zu erleichtern. FloruSmeldet, daß ein schwimmender Böthe, der lederneSchläuche unter die Arme gebunden hatte, mitten durchdie feindliche Schisse des Milhridates hinschwamm,der die Stadt Cyzicum belagerte , und brachte den Ein-wohnern die Nachricht, daß Lucullus zum Entsatz käme.Das Kriegsherr des Alexanders setzte vermittelst leder-rer Säcke, die mit Stroh ausgefüllt waren, über Flüs-se. Die Grönländer verfertigten sich Schwimmkleiderron Häuten, die sie um den Hals zusamurenbinden,mit Luft aufblasen, und sich damit ohne alle Furcht insMeer auf den Walstschfang begeben. An der Küstevon Nordamerika überziehen die Wilden ihre kleinen