Band 
Sechster Theil.
Seite
285
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Schiviinmknnst. 28z

Boote mit Seehundsfellen. Die Peruaner begebensich mit zwey aufgeblasenen Häuten von Serthicreu,die sie mit Stangen zusammenbinden, und oben nocheine andere Haut darüber spannen, fünf bis sechs Mei-len weit in die See, um Fische zu fangen b).

Auch die Blasen der Thiere hat man zum Behufdes Schwimnrcns angewandt. Caspar Balbi erzählt,daß die Einwohner eines Strichs von Perfien Bla-sen unter sich banden, und den Schiffen im Meerenachschwammen, um etwas zu erbetteln. Im Iah-,re ,jo> schwammen die Hunnen vermittelst angevum,.dener Blasen, über die Donau.

Die Europäer erfanden zum Behufe der Schwimm-kunst mancherley Mittel, als Luftwesichen, die mitder vorhin genannten Kleidung der Grönländer Aehn-lichkeil haben, Schwimmgürtel, Schwimmhosen^Schwimmkamisöler, Schwimmklcider, Schwimmkü-,raßc, und Schwimmkussen. (Vergl. alle diese Ru-briken). Im Jahre 17LZ that ein Engländer denVorschlag, ein Brust-und Rücken-Stück von Korkdurch Bänder so zu verbinden, daß man es in ei-nigen Secunden über den Leib werfen könne, umsich in Waffersnoth bequem durchs Schwimmen zuretten e); das ist aber gar nichts neues, da derVorschlag ganz mit Bachstroms Schwimmküraßübereinstimmt. La Chapelle hat 1776 ein noch be-quemeres Schwimmkleid von Kork bekannt gemacht,als der Schwimmküraß des Bachstrom ist ci). Wa-genseils Wafferschild war ein hohler hölzerner Ka-sten e), ob er aber seine eigene Erfindung sey odernicht, wird unter dein Worte Wasserschild gezeigtwerden.