Seidenweberstuhl— Seife. ZizSeiden weberstuhl- Seide nwürker-stuhl. Einen Seidenweberstuhl, worauf ein Kinddie schönsten Lioner Zeuge weben konnte, erfandVaucanfon a). Die Gebrüder Chanron, Zeichner undFabrikanten zu Livn, haben einen leichteren Weg ent-deckt, Zeichnungen oder Malereyen, in die seideneStoffe zu wnrken, ohne sie erst durch eine langeUnd mühsame Arbeit in Karten zu setzen, die oft dieZeichnungen zu verderben zwingen, und niemahlswahre Copien des Originals sind. Durch diesen Wegaber können die Arbeiter über das Gemälde selbstarbeiten, und die Copie erhalt eben die Größe, alsdas Original b).
s) LichtcnbergS MagZU». >78.3- 2. B. -- St. S. 241.b) Allgem. LN. Zrlt. Jena >786. Nr. 204.
Seife. Die Erfindung der Seife schreibt Pli--nius den alten Galliern zu a). In der Schrift ge-denken Jcremias d), und Malachias der Seife, aberder lateinische und griechische Nahme der Seife kommterst bey den Schriftstellern des ersten Jahrhundertsvor. Die beßte Seife ließ man damahls aus Teutsch-land nach Italien kommen c).
Die Seife aus der Asche des Farrenkrauts wurdevon den Bauern der Engländer erfunden, wozu dieschwere Auflage auf die Seife Veranlassung gab ä).
Die Starkeyische Seife, die aus einem wesentli-chen Oel und Laugensalz besteht, hat ihren Nahmenvon ihrem Erfinder, dem Engländer Georg Starkcy,der ihren Gebrauch sehr rühmte. Sie ist ein Mittcsgegen die Gteinschmerzen, löset den Grieß und Steinder Harnblase auf, und führet ihn ab, und hebt dieVerstopfung der Urinwege e).