Siegellack. ZS9
Sobald aber das Kochen aufhört, wird der Bodenwieder heiß.
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1674. b) ?kil. I'i-rnmct. num. z8z. k>. >790. c)Gehler Phnflkal. Wörterbuch. tV. S. 49. <j) ^riü»«el.krodleinsi. 8ect. XXtll. §. z.
Siegellack ist eine brennbare Masse, dieaus geschmolzenem Gummilack, etwas weißem Pechoder Harz, und irgend einer färbenden Substanz be-reitet, und dann zum Siegeln gebraucht wird. EinSiegel ist die Figur, welche durch den Abdruck ei-nes Pettschafts irgend einer weichen Materie mitge-theilt wird. Diese weiche Materie, deren man sichdazu bediente, war nicht immex dieselbige. DieMorgenländer färbten den Siegelring, in welchenihr Nahme eingeschenkten war, mit einer schwarzenFarbe, und drückten ihn dann statt der Unterschrift,auf ihre Schreiben und Briefe a). Daß die Ge-wohnheit, Sachen zu besiegeln, sehr alt ist, erhel-let daraus § weil der Siegelringe schon in den älte-sten Zeiten Meldung geschieht. Juda gab der Tha-mar seinen Siegelring zum Unterpfande b), Pharaogab dem Joseph einen Siegelring c), und in denSchriften Mofis wird ausdrücklich der Siegelgräbergedacht ä). Die schwarze Farbe, womit man denSiegelring bestrich, konnte zwar zum Abdrucken desNahmens gebraucht werden, aber nicht zum Ver-siegeln -er Briefe; hierzu bediente man sich in denältesten Zeiten einer Art von Thon, die man Siegelerdenannte, in der Folge aber siegelte man iziit Wachs,,mit geschmolzenen Metallen, mit Kleister, mit Obla-ten, mit Maltha, und endlich erst m^ Siegellack.