Band 
Siebenter Theil.
Seite
72
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7L Stahl,

besteht darin, daß man einen aus Sandstein gehaue-nen Kasten nimmt und zwischen Schichten von Koh-lengestübbe die Eisenstäbe, so, daß sie sich einandernicht berühren, hineinlegt. Die oberste Schicht desKohlengesiübbes wird mit Sand bedeckt, und so wirdder Kasten in den O,'cn gebracht, wo man das FeuerL bis a Lage unterhalt. Dann wird der Ofen aufge-rissen, die Kohlen weggestoßen und nun läßt man denScahl eine Woche lang auskühlen; endlich wird dieserStahl in vierkantige Stäbe, die 7 bis 8 Linien starksind, ausgehämmert, die man nicht im Wasser ab-löscht, sondern an der Lust erkalten läßt. Man schreibtdie Erfindung des Stahls den Lhalyben zu, daherauch der Stahl den Nahmen Enal^bs hekam. Wenig-stens erhielten die Griechen den Stahl,, den sie ver-brauchten, aus dem Lande der Choloben, eines Volksm Cappadocien a); doch isseMen andere, die Griechenhätten ihren Stahb aus Gaüicien in Spanien, ausder Gegend des Flüßes Cabä, der sonst Chalybs hieß,erhaltend). Bekannt ist es, daß die Cclttbericr, alteBewohner von Spanien das Eisen so zu härten ver-standen, daß kein Schild und g)elm dagegen aushal-ten konnte c). Die Arhcnicnser brauchten ebenfallsStahl zu Degenklingen und Waffen 6). Die leichteMüye, mit der die Weh den Porphyr zu bearbeitenwühlen, beweiset sattsam, daß sie es in der Kunst,den S.ahl zu härten, sehr weil gebracht haben muß-ten. Leo Bapttsta etlbcrti, der nach >472 starb, be-rnühetc sich um die Wicdererstndung dieser Kunst, undder Herzog Cosinus de Medicis bereitete aus einigenKrauten, ein Wasser, worin Franciscus Tadda (ffeine stählerne Werkzeuge ganz glühend tauch-