Stahlklavier — Stahl - Klingen. 7F
Durch Herrn Trägers Begleiter hervorgebracht,möchte er etwa zwischen Eisenviolin und einersanften Orgelstimme zu stellen seyn; unter den Han-den des Herrn Director Rüst in Dessau, der schonviel auf der Franklinischen Harmonika gespielt hat,scheint er aber auch mit dieser einige Aehnlichkeit zurrhalten. Die höheren Töne haben überdieß etwasfiageolcttartiges an sich, und die tieferen eine sehrinteressante Bebung. Der Umfang des Instrumentsist beträchtlich; es hältL Octaven, wie ein F Kla-vier, nur mit dem Unterschied, daß die Stimmungum eine Octave höher steht. Mehrere andere eben-falls sehr beträchtliche Vorzüge vor den Eisenviolinenwerden aus dem bisherigen von selbst einleuchten,und das Ganze Hai in Dessau, wie auch anderwärtsviel Aufmerksamkeit und Beyfall gefunden. Man mußnicht verlangen, alle Vollkommenheiten bey einanderzu sehen , so möchte man erinnern, daß es noch sehran dem Leben eines beseelten Bogens fehlt, selbst inVergleichung mit demjenigen, was dieser auf den garzu soliden und saumseligen Stiftender Eisenvioline nurzu leisten vermag. Auch hat der Erfinder noch keinenResonanzboden anzubringen gewußt, von dem mannoch Verstärkung und Nachhall zu erwarten hat.
Jritelligenzblatt allgem. Lit. Zeitung. Jena »79?.
Nr. 7.;.
Stahl-Klingen, zu diesen gehören beson-ders die Damastener Klingen (siehe diese). HerrLauräus in Schweden erfand ein Verfahren, denStahl so zusammen zu schweissen, daß man eben sogute Klingen dadurch erhält, wie die Damastener