Statik. 77
ßigen tropfbaren Körper in der Hydrostatik, das derfischigen elastischen in der Aerometrie oder Aerostatikabgehandelt wird. Die Theorie der Maschinen ge-hört zur Statik, in so fern stch die Kräfte an den-selben ruhig im Gleichgewichte halten, zur Mechanik,in so fern eine Kraft die andere wirklich bewegt.
Die statische Theorie der Maschinen ward unterden Griechen zuerst vom Archimcdes bearbeite!,der in zwey Büchern äe aeguiponäernnribus dieLehre vom Schwerpunkte abhandelte, und daS Ge-setz des Hebels erwies. Heron von Ale/andrienbrachte, nach dem Berichte des Pappus, alleRüstzeugs auf dieses Gesetz des Hebels zurück. Un-ter den Neuern ward die Statik der festen Körperschon im sechzehnten Jahrhundert von Guido Ubaldi,Marchese del Moute, in einer Schrift, die 1L77herauskam, und vom Simon Elevin 1^96 mitvielem Glück bearbeitet; vorzüglich erfand Skevindie richtige Theorie der schiefen Ebne und den Satzvom Gleichgewichte zwischen drey Kräften, der alsein allgemeiner Grundsatz der ganzen Statik dienenkann. Galilei führte die Statik auf einen allge-meinen Grundsatz zurück, woraus alle Eigenschaf-ten der Maschinen als Eorollmia folgen. Auch Des-cartes führte einen solchen Grundsatz ein, aus demsich das Gesetz des Hebels und die ganze statischeTheorie der Maschinen herleiten läßt. Varignonsuchte die ganze Statik auf die Lehre von Zusam-mensetzung und Zerlegung der Kräfte zu gründen,und fast eben so ist die Theorie des Hebels zu glei-cher Zeit von Newton behandelt worden; indessenhat erst Kästncr >753 einen vollkommenen scharfen