78 Statue — Stecknadeln.
Beweis von der Theorie des Hebels gegeben. Ver-gleiche Mechanik.
Gebler pbysikal. Wörterbuch. IV. S. ,8z. ,84-
Statue s. Bildgießerkunst, Bildhauerkunst.
Stecknadeln. Die jetzigen metallenen Steck»nadeln sind zwar eine neuere Erfindung; indessenfinden sich doch auch alte Spuren von einer ArtNadeln, die wenigstens die Stelle der jetzigen Steck»nadeln vertreten haben. Zur Zeit des trojanischenKriegs hatten die Frauenzimmer schon goldene Na-deln s). Uibrigens bediente man sich sonst statt derStecknadeln mehr der Bänder, Schnürbänder undSchnürlöcher, der Hacken und Oehsen oder der Hefteund Schlingen, der Stiftchen von Holz, Silber undGold. Die allen Teutschen brauchten dafür erst Dor-nen und dann Hefte b); andere Völker bedienten sichder Fischgräten statt der Stecknadeln. Man vermu-thet, die jetzt gebräuchlichen metallenen Stecknadelnwaren in Nürnberg erfunden worden, wo es schonim Jahr >370 Nadler gab, wie man denn auchim Jahr 1406 in Augsburg Nadler findet; indessenist dadurch noch nicht erwiesen, daß den Nürnbergerndie wirkliche Erfindung der Stecknadeln zukommt.Der König von England, Heinrich VIII. geboth imJahr iz4Z, daß in England keine andre Nadelnverkauft werden sollten, als solche, die doppelte Kopfehätten, gut geglättet, am Schafte fest gelötet, undan der Spitze gut zugefeilt wären. Hieraus will manschließen, daß damahls unserejetzigen metallenen Steck-nadeln noch nicht bekannt waren. Aber ein Paar Jahrehernach wurde dieser Befehl widerrufen, und es scheintdaher, daß um diese Zeit die jetzigen Stecknadeln