K8 Steinschleiferkunst.
ihre Pyramiden. Obelisken und Labyrinthe bewei-sen. Sie machten schon in den ältesten Zeiten, ausdem härtesten Porphyr, auS dem Basalt und Gra-nit, Gefäße mit Figuren und schnitten auch aufHalbedelsteine. Einige meinen, daß ste dieses durchrohe Diamanten bewirkt hätten, weil ste zuerst dieEntdeckung hätten machen können, daß der Dia-mant an Härte alle Steine übertreffe, und daß manmit rohen Diamanten, die durch das Rad umgctrie-ben werden, andere Steine bearbeiten könne. Hier«auf folgte die Entdeckung, daß das auf eben dieseArt an dem Rade umlaufende und mit feinem har-ten Sande oder Schmergck feucht bestrichcne stum-pfe Eisen auf die Steine gleichfalls mächtig wirke b).Jener feine harte Sand, den man zum Schleifender Steine braucht, wurde von den Morgenländern(Schamir) genannt, woher das Wort Schmir-gel oder Schmergcl entstanden zu seyn scheint. Manvermuthet, daß dieser Schmergel das dlaxium sey,deßen sich die Alken nach des Plinius Zeugniß zumSchneiden der Steine bedienten. Dieses dlnzmm hat-te seinen Nahmen von der Insel Napos, wo fichSchmergelgruben befinden; ein Vorgebirge dieserInsel hat daber den Nahmen Eapo hmeriglio. Her-nach lernte man den Diamant in Splitter schlagen,welches, nach des Plinius Bericht, dadurch bewerk-stelliget wurde, daß man ihn in warmes Bocksblutlegte und ihn dann mit dem Hammer zersprengte;diese Splitter oder Diamantspitzcn wurden in Eisengefaßt und an ein Rad befestiget, damit ste umge-trieben werden konnten, und nun verfolgte man da-mit durch trocknes Bohren die auf den Stein gen?-