Band 
Siebenter Theil.
Seite
91
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Stkinschlclferkunst. yi

Aus Egypten kam die Stbinschneidekunst nachPhönizien, Hctrurien und Griechenland; bey denGriechen gedieh diese Kunst zur Vollkommenheit,wie man aus den schönsten geschnittenen Steinensieht, die von ihnen noch übrig find. Sie warendie ersten, welche erhabene Figuren auf Steineschnitten, die man Kameen nennt; die Steine, de-ren sie sich dazu bedienten, hatten mehrere Schich-ten von verschiedener Farbe. Aus der Geschichte er-hellet indessen nicht, daß sie sich schon vor dem pe-loponncsischen Kriege d. i. mehr als 400 Jahre vorC. G. (denn der peloponnesische Kriegs nahm im I.der Welt Z.5LZ seinen Anfang) bereits der geschnit-tenen Steine zum Siegeln bedient hätten. Jndeßcnläßt sich die eigentliche Zeit, wo das Steinschneider:bey den Griechen seinen Anfang nahm, nicht bestim-men. Theodor von Samos, des Rhoecus oder nachandern des Teleclcs Sohn und des Nicostheycs Schü-ler , ist der älteste griechische Steinschneider, den manbis jetzt kennt. Er lebte zur Zei des Lpdischen KönigsCroesys, also um 3440, in dem ersten noch unvoll-kommenen Zeitraum der Steinschncidckunst bey den.Griechen; ergrub dasBildnißdes Polycrates, einesHerrn von Samos, in einen Smaragd!); anderemeinen, die eingeschnittene Figur sey nur eine Lyre ge-wesen; darin ist man einig, daß die Figur auf ei-nen Peltschier - Ring gegraben wurde. Mnesarchu s,des Pythagoras Vater, grub auch in Edelsteine,die zu Siegelringen dienten, und ist der einzigeHetrurische Künstler dieser Art, den die Geschichtenahmhaft machte m). Zur Zeit des Jsmenias vonTheben, der etwa roo Jahre nach dem Polycrates