Band 
Siebenter Theil.
Seite
167
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Tanzkunst. 167

Die Tanzarten der Alten waren die Laconische,Lroexenische, Epiripyyrische, Cretensische, Ionische,Gadiranischc u. a. m.

Die feye^lichen Chortänze um den Altar undum den ganzen Tempel zu Delphi führte Pilamnonzuerst ein kk). Das Lanzchor ging rechter Hand umden Altar und um die Bnosaule, das wurde Stro-phe genannt, linker Hand aber kehrte das Lanzchorzurück, das hieß Antistrophe; beydes geschah unun-terbrochen und nur ein einziges Mahl. Stesicho-rus , sonst Lisias genannt, führte zwischen der Stro-phe und Antistrophe die Epode ein, d. i., eine Pau-se im Tanz, in welcher der Theil des Chors vorder Bildsäule einen dritten Satz anstimmte ü).

Cleyphantes, Thebanus und Aeschylus habenauch viele Tanzarten erfunden, die man, wie Athe-naus meldet, nannte, woraus vielleicht

das französische Wort bullst und das italiänischeLalli entstand. Einen besondern Tanz, NahmensTolesias, beschreibt Martialis KK).

Pkato Heilte die Tanzkunst in die Orchestrik,zu welcher er die Tänze rechnet, die gelassen, sanftund voll musikalischer Harmonie sind, wie man siebey Hochzeiten, Gastmahlen und beym Gottesdienstebrauchte; und in die Palästrick ein, welche die hef-tigen, gewaltsamen und mühsamen Tänze begriff,die auf der Schaubühne und in der Rennbahn ge-bräuchlich waren.

Der Ppthggoräer Memphis drückte die pytha-goreische Philosophie, die hauptsächlich ihren Verch-