Band 
Siebenter Theil.
Seite
173
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Tapeten.

Diejenigen Tapeten, in welche Gold eingewirktwar, erfand Aktalus, ein König in Pergamus c),der 621 Jahre nach Roms Erbauung stmb 6).

Der Gebrauch der linnenen und seidenen Tape-ten, in welche ganze Geschichten eingewebt wurden,steigt über Loo Jahre hinauf e).

Seit dem Jahre 1410 wurden die leinenen Ta-peten übermalt, statt daß man, wie ehedem, diehistorischen Vorstellungen hätte hineinwirken sollen;denn Johann von Eyck aus Brügge brachte die alt-teutsche Kunst, mit Selsarben zu malen, zur Voll-kommenheit. Eyck schickte seine meisten Stücke demKönige Alphonsus V. von Sicilien, und dem Her-zoge von Urbino. Man trifft noch heut zu Tage inden niedern Kreisen Teutschlands eine ungeheureMenge Tapeten an, die mit dergleichen Malcreyengeziert sind.

Die ledernen Tapeten sind auch ziemlich alt,aber jetzt ganz aus der Mode gekommen; man trifftsie noch hin und wieder in altmodisch mcublirtenZimmern an. Man schreibt ihre Erfindung denSpaniern zu. Die ersten Tapeten von vergoldetemund versilbertem Leder, die man zu Paris sah, sol-len in Flandern, Holland und England gemacht wor-den seyn.

Papiertapeten wußten die Sineser schon seitundenklichen Zeiten, vermittelst verschiedener höl-zerner Platten, und zwar mit Wasserfarben zu dru-cken. In Europa sind unter den Papiertapcten diebestaubten, die einem Plüsch ähnlich sehen, dieältesten; man verfertiget fic aus folgende Weise: