Tapeten. i
er mußte aber, wegen smer zu häufigen Geschäfte,diese Fabrik zu seinem Derdrusse wieder eingehet»lassen. Der Erfinder der Arabesken-Papiertapetenist Herr Windsor in Paris k>).
Die türkischen Tapeten, deren Kette aus gedre-heter starker Wolle besteht, und die ein Sammctar-tiges Gewebe sind, das nach Art der Haulclissc ge-webt wird, haben ihre Nahmen daher, weil sie ausder Türkey zu uns gekommen find. Unter KarlMartel ließen sich nähmlich bey dem Einbrüche derSaracenen in Frankreich einige sarazenische Tapeten-weber zü Chaillot nieder, durch welche die dasigekönigl. französische Tapetenmanufactur ihren Anfangnahm, welch? den Nahmen Savonnerie führt, da-her auch diese Tapeten noch Tapeten der Savonne-rie genannt werden l).
Die gewirkten Tapeten, in welche richtig ge-zeichnete Figuren mit natürlicher Größe und Farbeeingewebt sind, werden theils auf hochschästigenStühlen, die die Kette senkrecht halten, theils auftiefschästigen Stühlen, die die Kette waagerecht hal-ten, verfertiget, daher sie kaure-libe oder balle-lille Tapeten genannt werden. Im i^ten Jahr-hundert kamen diese Tapeten in den Niederlanden k)üuf, wurden aber nirgends zu einer größeren Voll-kommenheit gebracht, als in der Manufaktur zuParis, die unter Heinrich IV. ihren Anfang nahm,und in den Gobelins, einem Pallastr- den Col-bert, unter Ludwig XIV, 1667 den Künsten er-bauet?, und nach den Brüdern Giles und Jean Go-belin benannte, ausgebildet wurde. Ter boch-schäftige Stuhl liefert die schönsten Stücke, und