Band 
Siebenter Theil.
Seite
182
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2 8* Taucherglocke.

Taucherglocke ist eine Maschine, durch de-ren Hülfe sich die Taucher länger unter dem Wasseraufhalten als ohne dieselbe möglich seyn würde. Manhat schon frühzeitig auf Mittel gedacht, den Tau-chern, unter dem Wasser Luft zu verschaffen, unrdie Dauer ihres Aufenthalts zu verlängern. Aristo-teles 2) führt schon an, daß die Taucher einen mitGewalt hinabgedrückken Kcßcl dazu brauchten, derLuft halt, wenn er gerade ins Wasser hinabgelassenwird. Dieß scheint zwar der Taucherglocke ähnlich zuseyn, man kann aber nicht entscheiden, ob dieser-Keßel über den Kopf des Tauchers gestürzt oder ihm<>ur als ein Luftmagazin nachgeschickte wurde, umdaraus, so oft es nöthig war, Luft zu schöpfen.

Taucherkapven findet man schon in einer Aus-,gäbe des Vegeriun tle re milimri ILII von einemHerausgeber abgebildet, vergl. Taucherkappe.

Die älteste Nachricht vom Gebrauche der Tau-cherglocke in Europa ist vom Jahre 1LZ8 und wirdvom P. Schottb) aus einer Schrift des Taisnier c)angeführt, der iLoy in Henuegau gebohren wurde,in der Folge Pagenhvfmeister beym Kaiser Karl V.wurde, mit dem er auch auf Reisen ging und zuToledo, in Gegenwart dieses Kaisers und vielertausend Zeugen sahe, wie zwey Griechen sich in ei-nem umgekehrten Kessel unter Wasser ließen und miteinem brennenden Lichte, ohne naß zu werden, wie-der heraufkamen. Der Canzler Baco von Vcru-lam, der ,6u6 starb, beschrieb schon die ganze Vor-richtung zu dieser Maschine sehr umständlich.