Band 
Siebenter Theil.
Seite
183
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Taucherglocke. 1 8A

In dep letzten Hälfte des vorigen Jahrhundertsbemühete man sich, die Schätze, welche >F88 mitden Schiffen der so genannten unüberwindlichenFlotte versunken seyn sollten, bey der Insel Mull,an der westlichen Küste von Schottland, aus demMeere herauf zu hohlen; man brachte bereits imJahr 166L einige Kanonen aus der Tiefe des Mee-res herauf, und Georg Sinclair beschrieb 1669 diedabey gebrauchte Taucherglocke; Paschius, Leupold,Fabricius nnd viele andere hielten daher den Sin-clair für den Erfinder der Taucherglocke, aber ereignet stch dieselbe in seiner Beschreibung mit keinemWorte zu. Im Jahr tdgz wurden diese Versuchebey der Insel Mull, auf Veranstaltung des GrafenArgyle, jedoch ohne besondern Erfolg, erneuert.

William Phipps, ein Grobschmidts Sohn, der16L0 in Nordamerika gebohren wurde, und zu Bo-ston die Schiffbaukunst gelernt hatte, machte im Jahri6ZZ unter König Carl lk. den ersten Versuch, umein bey Hispaniola versunkenes spanisches Schiff zusuchen, und auszuleeren, war aber dabey nicht glück-lich ; allein er erneuerte denselben durch UnterstützungKönig Jacobs ll. und des Herzogs von Albemarle,»nd brachte im Jahr 1687 Schätze aus jenem.Schiffe, die stch auf zon,000 Pfund Sterling Helio-sen. Phipps wurde dafür vom König zum Rittevgeschlagen, und starb 169^ zu London.

Der Jtaliäner Lorini beschrieb im Jahr 1609eine der Taucherglocke ähnliche Maschine, wovoner jedoch nicht selbst der Erfinder war» sie bestand