Taucherglocke. r8§
zu Lyon, die Beschreibung einer Maschine, unter'Wasser zu gehen', bekannt, welche viel größer war,-als die Maschine Sturms g).
Bey großen Tiefen muß der Taucher immer«ine sehr zusammengepreßte Luft athmen; diesemFehler suchte Edmund Haklcy, Secretaire bey derGesellschaft der Wissenschaften zu London, abzuhel-fen, und er seyle im Jahr 1716 wirklich die Tau-cherglocke in einen besseren Stand ü); er ließ sieacht Fuß hoch, am untern Rande fünf Fuß, undam obern Ende drey Fuß weit machen, so daß sie6z Cubikfuß Inhalt, faßte. Durch Gewichte brachteer es dahin, daß die Glocke immer gerade sank;oben war ein starkes Glas eingesetzt, um Lichtdurchzulassen; auch war ein Hahn angebracht, dieverdorbene Luft herauszulassen. Die ganze Ma-schine hing an einem Queerbalkeu am Mastbaumedes Schiffes. Es wurden große mit frischer Lustgefüllte Schläuche hinabgelassen, welche der Druckdes Wassers so zusammenpreßte, daß der Taucherdurch lederne mit Del gekränkte Röhren dieser Lufteinen Ausgang in die Glocke verschaffen, und dieverdorbene dagegen durch den Hahn heraus lassenkonnte. Durch diese Mittel konnte Halley, nebstvier andern Personen, i; Stunde lang, 9 bis >aKlaftern tief unter Wasser bleiben. Durch dasFenster erhielt er so viel Licht, daß er bey stillerSee lesen und schreiben konnte; er schrieb seineBefehle mit einem eisernen Griffel auf Bley undschickte sie mit den leergewordenen Luftschläacheaherauf. Bey trübem Wetter und stürmischer See