> 8o Taucherglocke,
wußte er ein Licbt anzünden, welches jedoch ebenso viel Luft verzehrte, als ein Mensch brauet t.Wenn die Glocke schnell ins Wasser gelassen wurde,empfand er von der Verdichtung der Luft einenSchmerz in den Ohren, dev aber bald wieder ver-ging, wenn die Glocke langsamer niedergelassenwurde. Don der von Halley erfundenen Taucher-kappe s. Tauchcrkappe.
Der königl. schwedische Director der Maschi-nen, Herx Martin Triewald, verbesserte die Tau-cherglocke, die er viel kleiner, aus inwendig ver-zinntem Kupfer machen ließ, wodurch sie wohlfeilerwurde. Der untere Schemel ist so niedrig ange-bracht, daß der Kopf des Tauchers nur gerade überder Wasserfläche in der Glocke hervorragt, und npchviel Luft über sich hat, welches weit besser ist, weildie verdorbene Luft in den obern Raum aufsteigt.Damit mau sich aber auch in dem obern Raumeaufhalten könne, geht an der Seite der Glocke einerund umher gewundene kupferne Röhre in den un,lern Theil, aus welcher die untere frischere Lustdurch einen ledernen Aufsatz mit einem Mundstückevon Elfenbein eingesogen werden kaun i).
Martin erzählt, ein Engländer habe gegen»7Z» einen ganzen Anzug von starken, dichten Le-der erfunden, welcher etwa ein halbes Ophoft Luftenthalt, genau über Arme und Beine paßt, undvorn mit einem Glase versehen ist. In diesem An-züge sey er auf dem Mecrgrunde herum, und in dieZimmer versunkener Schiffe gegangen , um aus den-selben Güter heraufzuhohlen, welches über 40 Jahre