2Y4 Turmalin.
deren Verfasser meldet, ihm sey vom Herrn Dan-mius, Stabs-Medicus bey der königl. volu. undcimrfürstl. sächsischen am Rhein flehenden Milch er-zählt worden, daß die Holländer im Jahr 1705aus Zcylon zum ersten Mahl einen Edelstein, Tur-malin genannt, nach Holland gebracht hätten, derdie Eigenschaft habe, daß er die Tvrsasche auf derheissen und glühenden Torfkohle nicht altem an sichzicbc, sondern auch solche Asche zu gleicher Zeit wie-der von sich stoße, daher die Holländer diesen SteinAfchenkrecker genannt hätten ; die Farbe sey pomme-ranzenroth mit Feuerfarbe erhöht. Auch wird indem Verzeichnisse der 1711 zu Leyden verkauftenNaturaliensammlung des berühmten Botanikers PaulHermann ein zcylonischer Turmalin genannte). Le-mcry zeigte der pariser Akademie im Jahr 1717 ei-nen Turmalin aus Zeylon und hielt die Wirkungdesselben für magnetisch f). In Hühners Narurle-zücon findet sich der Artikel Trip schon in der Aus-gabe von 1727, und die Vermehrungen dieses Ar-tikels in der Ausgabe von 174, beweisen, daß schondamahls teutsche Naturforscher mit diesem SteineVersuche gemacht haben müssen. Linn^ hatte 1747noch keinen Turmalin gesehen, muthmaßete aberschon damahls zuerst, daß die Wirkungen diesesSteins von der Electricität herrührten g). Aepinusund Wilke brachten bey ihren in Berlin angestelltenUntersuchungen über die entgegengesetzten Electrici-tätcn diese Muthmaßung zur völligen Gewißheit,und entdeckten die besonderen Gesetze der Electrici-tät des Turmalins, welche Aepinus >7^6 zuerst ent-deckte k). Um eben diese Zeit machte der Herzog