Band 
Siebenter Theil.
Seite
298
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298 Turnier.

sichtige Steincomposition, welche die Gebrüder Fi«scher in Turnau zuerst aus einer Mischung von Kieß-mehl, Mennig, Arsenik und Saliter brannten, wel-cher Steinmaffe sie hernach durch Zusätze von Me-tallen die Hauptfarben gaben. Die Lurnauer Stein-schneider konnten nun nicht genug solche Waare lie-fern, weil jeder Stein, ehe er geschliffen werdenkonnte, erst abgezimmert werden mußte, welches vielZeit erforderte. Diesen Zeitverlust zu ersparen, glüy-te man die Composition noch einmahl in besondernk.einen Oefen, wo die Steincomposition zu langenStangen gezogen wurde, die man dann in kleineStückchen zerschlug. Dadurch wurde schon Zeit er-spart, indessen mußten diese Stückchen doch erst vordem Schleifen noch abgezimmert werden. Um die-sen Zeitverlust zu ersparen, glühte man daher jeneStangen zu wiederhohltenmahlen, und wenn die Massezum Theil in Fluß kam, zwickte man sie mtt einerZange gleich so groß und nach der Art, wie derkünftige Stein geschliffen werden sollte. So konn-te man in einer Stunde roc» Dutzend solcher Knö-pfe durch den Druck der Zange erhalten.

Journal für Fabrik, Manufaktur, Handlung und

Mode. >79Z- Oktober S. ro/.

Turniere waren Kampfspiele oder Scheinlref-fen, in welchen der Adel seine Geschicklichkeit in denWaffen zeigte, und sich dadurch zu wirklichen Lref-fen vorbereitete. Es gab zweyerley Arten der Tur-niere, einige nannte man Schimpf-Turniere, diebloß zur Lust gehalten wurden, andere aber Turnie-re zum Ernst, in denen man auf Tod und Leben