Band 
Siebenter Theil.
Seite
301
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Turnier. zor,

ahmmuug der olympischen Spiele der Griechen ge-halten, weil die letztem sowohl^, als die Spiele derGriechen in ihren Gymnasien, einige Ähnlichkeitmit den Turnieren hatten. In der Nachricht, daßder Lacedämonische König Agcsilaus denjenigen Rit-tern, die am schönsten gerüstet waren, und sich inden Vorübungen zum Kriege am bcßten hielten, an-sehnliche Geschenke gab, hat man ringe Ähnlichkeitmit dem Dank der Turniere finden wollen b). Beyden Spielen der Römer wurden die, welche um denPreiß stritten, sogar in vier Factionen eingetheilt,welches mit den Quadrillen der Turniere einige Ähn-lichkeit hat. Man sieht hieraus, daß bey vielen al-ten Völkern ähnliche Spiele üblich waren, aber dieeigentlichen Turniere sind erst in späteren Zeiten zusuchen c).

Angebliche Erfinder der Turniere.

Wenn die Geschichte des brittischcn KönigesArthurus oder Arthus, der von z»6 bis L42 re-gierte, und des von ihm gestifteten Ritterordens vonder runden Tafel ihre Richtigkeit hätte, so wärendie ersten Turniere in England zu Anfange des sech-sten Jahrhunderts, am Hofe des Königes Arthurgehalten worden ä); allein die Geschichte diesesKönigs ist zu fabelhaft, daher man nichts für daSDaseyn der Turniere daraus folgern kann. DieEngländer sollen die Turniere erst im zwölften Jahr-hundert, und zwar unter den Königen Stephan,und Heinrich II, welcher letztere i r6ü starb, ken-nen gelernt haben, wie denn auch ihre Lurniergesehe