AS2 Turnier.
erst von Richard I. nach den teutschen Turniergesetze«eingerichtet wurden e).
Der Herr Abt Velly, in seiner Geschichte vonFrankreich, will daraus, daß die Turniere von denAuslandern französische Gefechte, oder Gefechte nachfranzösischer Manier genannt wurden, die Folge zie-hen, daß den Franzosen allein die Ehre der erstenAnordnung derselben gebühre; besonders eignen DuFrcsnc k), und der Abt Choisi g) ihre Erfindungdem Gottfried von Previlly zu; auch Rnpner er-zählt, daß dieser Gottfried von Previlly, oder Preuilliauf Befehl des französischen Königs Philipps I. dieTurniergesetze Heinrichs I. ins Französische übersetzthabe. Allein, des Widerspruchs nicht zu gedenken,der sich im Todesjahr des Gottfrieds von Previllyfindet, der, wie Du Frcsne aus dem Ekronlc.T'uronensi behauptet, im I. 10Ü6 ermordet wordenseyn soll, da doch das Ekronlc. 8. Martini luron.das Todesjahr desselben später setzt k): so erhelletauch aus Rüzmers Erzählung, daß die Turniereschon unter Kaiser Heinrich I., also lange vor demGottfried von Previlly, vorhanden gewesen find.Einige Gelehrte behaupten bloß, daß Gottfried vonPrevilly die bey diesen Spielen zu beobachtende Ge-setze in bessere Ordnung gebracht, vielleicht auch ei-nige neue Gebräuche hinzugethan habe, die die Tur-niere vollkommener machten, welches vielleicht Ge-legenheit gab, den Gottfried von Previlly die Stif-tung dieser Spiele zuzuschreiben. Auch ist es wohlnicht zu leugnen, daß die Teutschen viele Turnier-gebräuche, so wie andere Eigenheiten des Ritter-wesens von den Franzosen erhielten, besonders die