Band 
Siebenter Theil.
Seite
303
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Eurniet. ZSH

Mappen, welche wohl unleugbar eher bey ihnen,als bey uns im Gebrauch waren , daher anderefranzösische Schriftsteller die Sache auch nur dahindeuten, daß Gottfried von Previlly den Turnierenerst die rechte Einrichtung gegeben habe.

Brunner i) meldet, das erste Turnier sey vonden Herzogen in Schwaben i. I. 1127 zu NürnbergUnter dem Kaiser Lothar II gehalten worden, aberBüiiding K) erzählt, daß Lothar II. schon 111 y zuGöttingcn ein Turnier gehalten habe, wiewohl Lo°tharius damahls noch nicht Kaiser war. Auch setztRnpner das erste Turnier zu Nürnberg später, nehm-lich ins Jahr 1177 unter Kaiser Heinrich VI, deraber damahls noch nicht Kaiser war, daher glaubtPraun, das erste Turnier zu Nürnberg sey «190unter Kaiser Heinrich VI. gehalten worden. Indessenmüssen die Turniere in Teutschland viel älter seyn,da schon Ulrich von Lichkensteiu, der unter demKaiser Friedrich I (reg. von nzn — 1190) gelebthaben soll, sich in einem Gedichte über den Miß-brauch der Turniere beklagt.

Pancirollus k) eignet den Ursprung der Turnieredem griechischen Kaiser Emattuel Komnenus inKonstantinopel zu, der von 114.? bis -ljjo regier-te; man sieht aber aus dem vorigen, daß die Tur-niere in andern Ländern viel früher üblich waren,auch behaupten andere, daß erst der griechische Kai-ser Andronicus der jüngere im Jahr iZ2ü das ersteTurnier zu Kvnstantinopel gehalten habe, da ihmseine Braut, die Prinzessin des Herzogs AmadeuSvon Savopen, zugeführt wurde. Die Savoyi-